Imre Hirschl, besser bekannt unter dem Namen Emerico Hirschl.
Zahlreiche Mythen ranken sich um seine Fußballerkarriere. Von einem Engagement bei der großen Ferencvaros aus Budapest bis über Einsätze in Österreich und Frankreich reicht die Palette. Belegt ist einzig seine Teilnahme an den Spielen des Husos FC, einem Zweitligisten aus Budapest.
Doch trotz der nicht enden wollenden Lücken in seiner Spielerkarriere wird Hirschl zu einer schillernden Figur auflaufen.
Sein erster großer Auftritt ist sein Engagement bei Palmeiras aus Sao Paulo, dessen Präsident er in Paris zufällig kennengelernt hat.
Als die berühmte Hakoah aus New York, der zahlreiche österreichische Spieler angehören unter der Leitung von Trainerlegende Bela Guttmann, 1930 im Rahmen ihrer Südamerika-Tournee nach Sao Paulo kommen, heuert er als Masseur bei der Startruppe an. In Argentinien tritt er an die Vereine heran und gibt an Ex-Trainer bei der Hakoah zu sein. Er erhält den Trainerposten bei Gimnasia y Esgrima La Plata und führt einen bisher ungesehenen Offenisvfußball ein. Der Verein spielt in der Folge lange Strecken um die Meisterschaft mit, scheitert jedoch immer wieder knapp in der Schlußphase der Meisterschaft.
1935 übernimmt er River Plate und führt die "Millionarios" zu den Meistertiteln 1936 und 1937. Bereits seit seiner Zeit bei Gimnasia trägt er den Spitznamen El Mago, was übersetzt "Der Zauberer" bedeutet.
Trotz der Meistertitel entlässt man ihn 1938 und er trainiert in der Folge Rosario, San Lorenzo und Banfield, wo er in einen Skandal verwickelt wird nachdem ein Spiel von Banfield geschoben war und er mit 9 anderen gesperrt wurde. Dadurch musste er in anderen Ländern arbeiten, darunter Brasilien und Mexiko ehe er 1949 zum berühmten Penarol Montevideo wechselte und zwei Meistertitel erringen konnte (1949 und 1951).
1973 stirbt er in Buenos Aires und seine Geschichte gerät in Vergessenheit. Doch die fußballerische Revolution die Hirschl in Argentinien auslöste ist nicht unterzubewerten.
Quelle: Wikipedia
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